Nach der Anfangseuphorie unter Trainer Sandro Wagner ist der FC Augsburg auf dem Boden der Tatsachen wieder angekommen.
Für Sportjournalisten gibt es kaum etwas Schöneres, als ein Trainer oder Spieler, der eine Pressekonferenz oder ein Interview gibt, bei dem man schmunzeln kann oder in irgendeiner Form aus der Reihe fällt.
Ganz viele davon hat Sandro Wagner in seinen ersten Wochen als Trainer des FC Augsburg gegeben. Es wirkt, als würde der ehemalige Co-Trainer von Julian Nagelsmann bewusst diesen Ansatz wählen, regelrecht forcieren. „Meine Spieler stehen denen des FC Bayern in nichts nach, sie sind gleichwertig“, sagte er am Rande des Spiels gegen den Rekordmeister (2:3).
Freilich, weder als Spieler, noch als Experte oder Co-Trainer nahm Sandro Wagner je ein Blatt vor den Mund und das tut dem seit seinem Bundesliga-Aufstieg mehr als ein Mal eingeschlafenem Fußballstandort Augsburg gut. Für Furore sorgt Wagner allerdings bisher nur neben dem Platz. Auch mit den zwei gelben Karten, die er sich in vier Spielen einhandelte.
In Augsburg lässt der Confed-Cup-Sieger von 2017 ein modernes 3-4-2-1 spielen. Die Dreierkette hat in den vergangenen Jahren ohnehin Überhand genommen und wird von den meisten Teams praktiziert. Mit genügend Disziplin und Laufarbeit kann man so offensiv in ein 3-2-5 schieben und defensiv in einem 5-4-1 bei Bedarf verteidigen.
Allerdings scheint dem FC Augsburg beides so ein bisschen abzugehen. Zehn Gegentore hat der FCA bisher kassiert, nur Union Berlin noch eins mehr. Selbst der Hamburger SV, der schon beim Angstgegner in München zu Gast war, hat weniger (acht).
